LNG (4) – Klima / Abhänigkeit (CDU 2019)

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Sehr geehrter Herr Oliver Grundmann, wir haben folgende Frage (*)

Frage 8
LNG wird als konkurrierender Energieträger zu dem – per Rohrfernleitung importieren- Erdgas aus Nachbarländern und Russland betrachtet. Unter Klimaschutzaspekten kritisch ist dabei unter anderem der hohe Energiebedarf der zusätzlichen Prozessschritte für die Erzeugung von LNG einzustufen. Wie bewerten Sie – im Hinblick auf den angestrebten Weltklimavertrag – LNG im Vergleich zu Erdgas?
Antwort
Im Kontext der derzeitigen russischen Außenpolitik halte ich es für keine kluge Idee, sich von russischem Gas abhängig zu machen.
Unser Kommentar zur Antwort Folgende Tatsache bleibt vollkommen unerwähnt: Gegenüber dem „klassischen Pipeline-Erdgas“ hat Flüssigerdgas (LNG) eine sehr negative Klimabilanz (Wikipedia). Das Tiefkühlen auf -160 °C ist sehr energieaufwendig. Bei Produktion und Transport verdampft und entweicht Erdgas, das unverbrannt die 25- bis 100-fach höhere Treibhausgaswirkung hat als CO2.
Darüber hinaus sollte es das Ziel sein, im Anschluss an den Atom- und Kohleausstieg (mit vorübergehendem ansteigenden Erdgasverbrauch) auch den Erdgasverbrauch zu reduzieren. Das kann schon heute durch den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien forciert werden.
Herr Grundmann macht deutlich, dass der Weltklimavertrag nach seiner Auffassung keine Rolle spielen darf, wenn es um die Unabhängigkeit von Russland geht. Energiewende und Klimaschutz spielen bei seinen Überlegungen keine Rolle

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(*) Zu den Antworten von Herrn Grundmann im Original (pdf)