Kohlekraft (CDU-Befragung 2019)

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Sehr geehrter Herr Oliver Grundmann, wir haben folgende Frage (*)

Frage 4
Eine Nagelprobe der Energiewende sind nach unserer Auffassung die Planungen zur künftigen Energieversorgung der Chemie-Industrie an der Elbe in Stade/ Bützfleth. Unsere Frage dazu ist: Unterstützen Sie weiterhin die Planungen für ein Kohlekraftwerk und wie ordnen Sie so eine langfristig wirkende Investition im Hinblick auf den angestrebten Weltklimavertrag ein?
Antwort (*)
Nach vorliegenden Informationen hatte die DOW Chemical kein konventionelles Kohlekraftwerk geplant.
Durch modernste Technologien könnten dann sowohl fossiles Gas als auch Wasserstoff, Biomasse und Steinkohle als Brennstoffe eingesetzt werden. Bei einem solchen Kraftwerk hätten wir eine Brennstoffeffizienz von bis zu 60 Prozent und würden dann rund 40 Prozent weniger CO2 emittieren.
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Kohlekommission wird sich zeigen, ob eine solche Investition heute noch lohnt. Diese Entscheidung ist eine rein unternehmerische, keine politische.
Unser Kommentar zur Antwort Die konkrete Entscheidung für oder gegen ein Kohlekraftwerk ist laut Herrn Grundmann in erster Linie die Entscheidung der Wirtschaft, während die Politik lediglich Rahmenbedingungen setzt.
Das geplante Kohlekraftwerk wird von Herrn Grundmann weiterhin sehr positiv gesehen. Dabei verweist er auf die bekannten Argumente, dass moderne Kohlekraftwerke eine höhere Effizienz haben und dass teilweise auch andere (ggf. regenerative) Brennstoffe als Kohle eingesetzt werden könnten.
Nach wie vor sind aber massive CO2-Emissionen auch aus einem modernen, kombinierten Gas-Kohle-Kraftwerk zu erwarten, selbst wenn ein gewisser Anteil regenerativer Brennstoffe zum Einsatz kommen sollte.
Das geplante Kohlekraftwerk wird – im Falle der Realisierung – ein „Klimakiller“, selbst wenn das Kraftwerk etwas effizienter sein sollte und etwas weniger CO2 emittieren würde als andere, ältere Kraftwerke.
In Zeiten des Kohleausstiegs darf es aus der Politik keine Signale geben, welche die Wirtschaft zum Bau eines Kraftwerks mit Kohleverfeuerung ermutigen.

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(*) Zu den Antworten von Herrn Grundmann im Original (pdf)