Fazit (CDU-Befragung 2019)

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Unser Fazit
Mit unserer derzeitigen Energieproduktion und dem hohen Energieverbrauch sind wir an die Grenzen unseres Planeten gestoßen und gefährden die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Doch nach der Befragung von Herrn Grundmann ist bei uns die Befürchtung gewachsen, dass die Politik noch immer auf die Bremse tritt und viel zu verhalten und zögerlich agiert.
So wird z.B. der künftig geplante Einsatz von Flüssigerdgas (LNG) Teil des Problems und nicht Teil der Lösung, denn LNG hat eine sehr negative Klimabilanz.
Wir fordern deshalb eine zügige, ehrgeizige und konsequente Energiewende – hin zu umweltverträglichen und erneuerbaren Energien. Durch ein schnelles Abschalten der norddeutschen Atomkraftwerke könnten sofort ausreichend Leitungskapazitäten zum Ableiten unseres Windstroms in den Süden bereitgestellt werden.
Und Stromspeicher müssen endlich von staatlichen Abgaben entlastet werden, damit sie wirtschaftlich betrieben werden können.
Das Fazit von Herrn Grundmann (2.3.3019)

„Als Klimapolitiker meiner Fraktion war ich Anfang Februar zu Gesprächen in Brüssel. Sowohl Kommission als auch EU-Parlament sagen: Nichts überstürzen. Kein ideologischer Übereifer! Wir brauchen einen funktionierenden Dreiklang aus Klimaschutz, gesellschaftlicher Akzeptanz und ökonomischer Vernunft. Fällt einer der Punkte untern Tisch, ist der Dreiklang futsch. Dann klingt’s schief, dann wird’s Murks. Bestes Beispiel: Die aktuelle Diskussion über ein LNG-Terminal in Stade. Dahinter liegt die Motivation, Gas als Energieträger zu verunglimpfen. Dieses Spiel mache ich nicht mit.

Erstens: Wir brauchen Gas als Brückentechnologie z. B. im Bereich der Seeschifffahrt. Im Vergleich zum konventionellen Schweröl emittieren LNG-angetriebene Schiffe 25 Prozent weniger CO2, 99 Prozent weniger Schwefelverbindungen, 99 Prozent weniger Feinstaub und 85 Prozent weniger Stickoxide. Zumal die Grünen in Schleswig-Holstein, die Planungen bei unserem Konkurrenten, am möglichen LNG-Standort Brunsbüttel, sogar unterstützen. Unsere Grünen in Niedersachsen und Stade sind da genau anderer Auflassung.

Zweitens: Es geht um eine Investition von mehr als 700 Mio. Euro – eines der größten Industrievorhaben in ganz Niedersachsen. Ein echtes Leuchtturmprojekt an der Unterelbe. Das schafft neue Arbeitsplätze. Das steigert die Attraktivität unseres Seehafens. Das schafft Rohstoff- und Energiesicherheit für unsere chemische Industrie. Da hängen hunderte hochqualifizierte Industriearbeitsplätze dran.

Drittens: Gesellschaftliche Akzeptanz – wir müssen Klimaschutz mit Augenmaß und Vernunft betreiben. Bei vielen Klimaaktivisten sind nach dem A380-Aus wahrscheinlich die Sektkorken geknallt. „Wieder einen vermeintlichen Klimasünder vom Himmel geholt“ – eine sehr eindimensionale Betrachtungsweise. Stichwort Gelbwesten: Wenn wir die Menschen verlieren, haben wir den Kampf ums Klima verloren!“

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