2018 Rückblick

Abschaltung des AKW Stade vor 15 Jahren
Lichtermahnwache am 13. November 2018

Berichte gab es im Tageblatt und im Wochenblatt. Dir Rede könnt Ihr hier nachlesen.
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Hier ist unser eigener Bericht
Viele Laternen mit Emblemen gegen Atomkraft und für die Energiewende haben eine stimmungsvolle und besinnliche Atmosphäre verbreitet. Wir  haben auf die Entwicklung des Widerstands gegen die Atomkraft, auf die Rückschläge und auf die Erfolge der letzten Jahre und Jahrzehnte zurückgeblickt. Auch die aktuellen Herausforderungen haben wir in den Blick genommen.
Nicht nur der noch immer zögerliche und viel zu langsame Atomausstieg sondern auch die das Ausbremsen der Energiewende durch die Bundesregierung sowie die Planungen für ein Kohlekraftwerk in Stade und die Planung eines extrem unwirtschaftlichen Hafentermials für amerikanisches Fracking-Gas (LNG) in Stade wurden kritisiert.
Hier ein Auszug aus der Rede:
„Als vor 15 Jahre das AKW Stade abgeschaltet wurde, da haben viele Angst gehabt, dass irgendwann die Lichter ausgehen. Doch dann haben die Menschen überall in ganz Deutschland Geld in die Hand genommen und Solaranlagen und Windräder gebaut. In den letzten Jahren gab es einen regelrechten Boom der erneuerbaren Energien. Der Erfolg war so groß, dass Konzerne und Politik Angst um ihr Geld, um ihren Einfluss und ihre Macht bekommen haben. Deshalb hat die Politik nun den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sehr stark gebremst und reglementiert.
Wir fordern deshalb: Die Politik muss den Fuß von der Bremse nehmen und die erneuerbaren Energien ab sofort mit aller Kraft und ohne Einschränkungen unterstützen.
Wir fordern das Abschalten der Atomkraftwerke, das Abschalten der Kohlekraftwerke und keinen Import von amerikanischem Fracking-Gas. Was wir stattdessen wollen, das sind: Erneuerbare Energien, Erneuerbare Energien, Erneuerbare Energien."
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Und noch einmal die Verweise:
Die Rede im Wortlaut
Tageblatt-Bericht über die Mahnwache
Wochenblatt-Bericht über die Mahnwache
Wochenblatt-Bericht über die Stader Katastrophenschutzplanungen für einen GAU im AKW Brokdorf
 


Mahnwache am Samstag, 15. September 2018

Es haben sich 75 Atomkraftgegner in der Buxtehuder Innenstadt zur Mahnwache für den Atomausstieg versammelt. Ihre Forderung ist „eine Energieversorgung, die unsere Erde, die Luft und das Wasser im natürlichen Zustand erhält“, so Mahnwachen-Initiator Thomas Ringleben.
„Das schäbige Ping-Pong-Spiel von Politik und Konzernen zwischen Kohle- und Atomkraft muss beendet werden“, so die zentrale Forderung. Das vor 15 Jahren abgeschaltete Stader Atomkraftwerk werde nun durch ein klimaschädliches Kohlekraftwerk ersetzt, kritisierte die Initiative. Auf den Weltklimakonferenzen werde dagegen die Atomkraft als Ersatztechnologie für Kohlekraft gelobt.
„Gemeinsam mit den Gegnern der Kohlekraft fordern wir von der Politik einen schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien. Doch die neue Bundesregierung blockiert seit Amtsantritt alle Schritte in diese Richtung. Insbesondere eine verfehlte Steuer- und Abgabenpolitik hat im letzten Jahr zur Abschaltung großer Speicherkraftwerke geführt“, kritisierte Ringleben. (Hier die vollständige Rede im pdf-Format)
Unterstützt wurde der Protest von Sylvia Reiss mit Harfenmusik sowie von Harald Winter, der gemeinsam mit den Mahnwachen-Teilnehmern Widerstands-Lieder für den Atomausstieg sang.

 


Mahnwache zum 7. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe

Trotz eisiger Temperaturen haben sich am Samstag, 3. März 2018, sechzig Teilnehmer in der Buxtehuder Innenstadt zu einer Mahnwache getroffen. Anlass war der 7. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima (11. März).

Angereist war auch Karsten Hinrichsen, Anwohner des 50 km entfernten Atomkraftwerks Brokdorf.  Er berichtete von den dort zunehmenden Sicherheitsrisiken. „So ist im letzten Jahr an 460 Brennstäben eine außergewöhnlich starke Rostbildung (Korrosion) festgestellt worden“, erläuterte Karsten Hinrichsen.  Obwohl die Ursachen dafür nicht restlos geklärt werden konnten, habe die schleswig-holsteinische Landesregierung den Weiterbetreib genehmigt.

„Außerdem spart der Atomkraftwerks-Betreiber EON – vier Jahre vor dem Abschalten – zunehmend an den Betriebs- und Instandhaltungs-Kosten. Deshalb sind wir gerade jetzt dem stark erhöhten Risiko für eine Atomkatastrophe in Brokdorf ausgesetzt“, so die Meinung von Karsten Hinrichsen.  
„Die Gefahr einer großflächigen Verstrahlung, von der auch Buxtehude und der gesamte Landkreis Stade betroffen wären, ist noch lange nicht gebannt. Eine Katastrophe wie in Fukushima bedroht uns permanent und wird erst mit dem Abschalten des Atomkraftwerks in Brokdorf gebannt sein“, so die Warnung von Karsten Hinrichsen.

Gemeinsam mit den Mahnwachen-Teilnehmern forderte er das sofortige Abschalten aller deutschen Atomkraftwerke, da diese ohnehin nicht für die Sicherheit der Stromversorgung erforderlich seien.  

Der Musiker Harald Winter unterstützte die Rede mit kraftvollen Liedern der Anti-Atom-Bewegung und animierte die frierenden, aber begeisterten  Mahnwachen-Teilnehmer zum Klatschen und Mitsingen. Zum Schluss erwärmten sich die Aktivisten mit einem Becher Kaffee, gestiftet von Rösterei am Fleth, bevor sich die Mahnwache schließlich auflöste.
 


Neujahrsmahnwache 2018

Die 75 Teilnehmer der Mahnwache forderten das sofortige Abschalten der sieben deutschen Atomkraftwerke und mehr Engagement beim Ausbau der erneuerbaren Energien. „Aus technischen Gründen wird das AKW Brokdorf in durchgehendem Dauerbetrieb gefahren und führt zu einer hohen Auslastung der Leitungen nach Süddeutschland. Wegen Überlastung dieser Leitungen wird die Einspeisung norddeutschen Windstroms immer häufiger blockiert“, kritisierte Mahnwachen-Sprecher Thomas Ringleben in seiner Rede und folgerte: „Das AKW Brokdorf muss schleunigst abgeschaltet werden, da es ohnehin nicht mehr benötigt wird.“

Die Musiker Karin und Thomas Jüchter unterstützten die Veranstaltung mit Liedern zum Mitsingen.

Im Anschluss an die Mahnwache nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zur Begegnung mit Politikern und Verwaltungsmitarbeitern im Stadthaus. Die Initiative hatte ein Schreiben mit konkreten Vorstellungen zur Buxtehuder Energiepolitik verfasst und überreichte dieses der Bürgermeisterin und den Ratsmitgliedern. Die Wünsche der Mahn-wache für den Atomausstieg sind die Fortführung des Buxtehuder Energie- und Klimaschutz-Konzepts, die vollständige Versorgung des Neubaugebiets Giselbertstraße mit erneuerbaren Energien sowie die Erstellung eines Solarkatasters nach Hamburger Vorbild, in dem die Eignung aller Buxtehuder Dachflächen für Solarenergie dargestellt wird.
Doch gab es von der Initiative auch Lob für die 2017 von den Buxtehuder Stadtwerken in Daensen errichteten Windräder sowie für das gemeinsame Solardachprogramm von Stadtwerken und der Genossenschaft Bürgerenergie Buxtehude. Besonders positiv wurde von den Mahnwachen-Teilnehmern die Nachricht aus der Politik aufgenommen, dass die – eigentlich im Dezember 2018 auslaufende – Stelle der Klimaschutzbeauftragten auch für die weitere Zukunft gesichert ist.


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